Viele gefährlichen Güter werden mit Lastwagen auf der Straße transportiert und oftmals fahren diese Lastwagen auch durch Städte und Gemeinden. Ein einfaches Beispiel sind Lastwagen, die Tankstellen beliefern, aber auch solche mit anderen Gefahrstoffen.

Um für Notfälle gewappnet zu sein, werden Feuerwehren, die in der Nähe von Industrieanlagen oder Unternehmen sind, die mit gefährlichen Stoffen arbeiten, mit einer Gefahrgutausrüstung versehen. Auch viele Wehren, die an mit hohen Gefahrgutaufkommen Straßen liegen, haben eine solche Ausrüstung.

Der Umfang ist abhängig von der Größe der Wehr und der potenziellen Gefahrenlage. Die einfachste Ausrüstung sind Auffangbehälter und Abstreumittel. Wichtig ist vor allem ein Buch (oder heute auch eine App auf dem Tablet), welches die verschiedenen Gefahrgutklassen enthält und die notwendigen Sicherungsmaßnahmen. Feuerwehren, die einen speziellen Gefahrgutfahrzeug haben, besitzen oftmals auch Geräte, mit denen sie Gaskonzentrationen messen können.

Wer gefährliche Güter transportiert, muss dies außen am Fahrzeug kenntlich machen. Spezielle Codes verraten, welche Stoffklasse transportiert wird und welches Hauptgefährungspotenzial besteht. Darüber hinaus muss aber auch das Gefahrgut benannt werden. Die Beschilderung ist notwendig, um schnell die Lage einschätzen zu können und auch dann reagieren zu können, wenn man zum Beispiel keinen Zugriff auf die Ladepapiere hat. Die Symbole zeigen, ob ein Stoff ätzend oder explosiv ist, ob sich um ein Gas handelt oder der Stoff radioaktiv ist.

Je nachdem, welche Gefahrgüter ausgetreten sind, kann es vorkommen, dass man sich diesen nur mit einem Vollschutzanzug nähern kann. Dieser muss zum einen luftdicht sein, zum anderen aber auch bis zu einem gewissen Grad säurefest. Manche Anzüge wiederum haben einen speziellen Hitzeschutz, da es bei Bränden bestimmter Stoffe zu weitaus höheren Temperaturen kommen kann als bei einem normalen Feuer.

Bei Gefahrgutunfällen kommen meist speziell geschulte Feuerwehrleute zum Einsatz, die zum Beispiel wissen, wie sie die Stoffe analysieren und bestimmen können, aber auch, welche Maßnahmen eingeleitet werden müssen. Oftmals reicht es schon, das richtige Bindemittel zu haben oder aber auslaufende Stoffe aufzufangen und in entsprechende Behälter umzufüllen.