Die Arbeit der Feuerwehrleute wurde mit der Erfindung der Atemschutzgeräte erheblich verbessert. Nur damit können sie im Notfall in ein brennendes Gebäude gehen. Die Geräte, erkennbar an den Masken und den Pressluftflaschen versorgen die Feuerwehrleute wie beim Tauchen mit Atemluft.

Bei einem Feuer sind die Flammen das geringere Problem. Die meisten Menschen erleiden Schaden durch den Rauch, fehlenden Sauerstoff und giftige Gase. Die modernen Atemschutzmasken sind deshalb auch mit Spezialfiltern ausgestattet die verhindern, dass Gase in die Maske gelangen können.

Der Fachbegriff ist Umgebungsluftunabhänger Atemschutz, da der Träger mit einem autarken System versorgt wird. In den Flaschen befindet sich besonders gereinigte Atemluft, mit einem Druck zwischen 200 und 300 bar. Die Flaschen sind meistens aus Metall, es gibt aber auch moderne Kunststoffmodelle und mit Kevlar verstärkte Modelle.

Ein Mensch kann aber keine Pressluft atmen, der Druck würde die Lungen sprengen und deshalb braucht es einen Atemregler. Dieser besteht zunächst aus einem Druckminderer, der den Luftdruck auf etwa 12 bar reduziert. Zum Atmen ist das immer noch zuviel, deshalb befindet sich in der Atemmaske ein weiterer Druckregler, der sehr fein eingestellt werden kann. Das ist vor allem deshalb notwendig, weil jeder Feuerwehrmann und jede Feuerwehrfrau andere Bedürfnisse hat, was die Atemluft angeht.

Weil die Flaschen schwer sind, muss ein ausgewogenes Verhältnis zwischen Inhalt und Gewicht gefunden werden. Zu große Flaschen würden zwar mehr Luft haben, aber durch das Gewicht die Feuerwehrleute ermüden. Heute reichen die meisten Flaschen für eine Einsatzzeit von etwa 15 Minuten. Diese Zeit wird sowohl von den Feuerwehrleuten selbst als auch vom Maschinisten oder Zugführer überwacht, der im Notfall den Trupp zurückfordert, wenn nicht mehr genug Atemluft vorhanden ist.

Feuerwehrleute, die Atemschutzträger sein wollen, müssen zunächst ein gesundheitliches Zeugnis vorlegen das bestätigt, das sie zum Beispiel keine Lungenprobleme haben. Dann müssen sie eine Prüfung ablegen, bei der sie nicht nur lernen, mit den Geräten umzugehen, sondern zum Beispiel auch sich in verrauchten Umgebungen mit schlechter Sicht zu orientieren.